Zucht des Pudelpointers


Das verstehe ich unter Zucht?

Eine verantwortungsvolle Zucht stellt sich für mich kurz gesagt wie folgt dar:


Um durch Selektion, die in der Population des Pudelpointers vorhandenen Eigenschaften durch gezielte Anpaarung der Elterntiere, zu brauchbaren, gesunden und leistungsstarken Jagdhunden zu kommen. Weiter zum Erhalt der Rasse beizutragen und die hervorragenden Eigenschaften, die der Pudelpointer immer wieder zeigt, zu festigen oder wenn es erforderlich sein sollte zu verbessern.

 

Dies alles natürlich nach klaren Regeln, die in der Zuchtordnung des Verein Pudelpointer festgelegt sind. Zusätzlich wird die Zuchtwertschätzung (DOGBASE) als Hilfestellung zur Auswahl der richtigen Zuchttiere genutzt.

"Züchten heißt Liebe zum Hund, züchterisches Einfühlungsvermögen, bei der Auswahl und Selektion der Zuchtpartner konsequenz, viel Idealismus und auch viel Glück zum Wohle der Rasse"


Die neue Zuchtordnung des Verein Pudelpointer ist auf der Jahreshauptversammlung am 25. September 2015 beschlossen worden.


Die Welpenaufzucht von Geburt bis zur Abgabe an den zukünftigen Halter


Ich mache keine Winterwürfe, weil die Aufzucht in geschlossenen Räumen reizarm ist und die Verhaltensentwicklung der Welpen und zukünftige Anpassungsfähigkeit an verschiedene Situationen beeinträchtigen kann.

 

Geburt

Die Geburt der Welpen findet im Haus statt. Die Hündin wird etwa 2 Wochen vor dem Geburtstermin an die Wurfkiste gewöhnt. Die Wurfkiste besitzt einen umlaufenden Schutz, damit die Hündin nicht versehentlich einen Welpen erdrückt.

Geburt bis zur 3. Woche

In den ersten 2-3 Lebenswochen werden die Welpen je nach Witterung im Haus gehalten, sie haben eine geräumige Wurfkiste. Die Mutterhündin und die Welpen können so gut betreut werden. Das Körpergewicht der Welpen wird täglich kontrolliert und dokumentiert, so ist sichergestellt, dass sich alle Welpen gleichmäßig entwickeln können. Nimmt ein Welpe weniger zu, so wird beim säugen darauf geachtet, dass er an den ergiebigsten Zitzen trinken kann.

3. bis 6. Woche

Ab der 2- 3 Woche ziehen die Welpen nach draußen in den Welpenzwinger um. Die Fütterung wird zunehmend auf feste Nahrung umgestellt und die Welpen lernen alle später möglichen Futterarten kennen: Trockenfutter, Dosenfutter, rohes und gekochtes Fleisch.
Die Welpen erkunden in den ersten Tagen den Zwinger und nehmen ihn nach kurzer Zeit in Besitz.

6. bis 8. Woche
Ab 6 Wochen werden die Welpen ans Autofahren gewöhnt und es stehen Revierausflüge auf dem Programm, die Welpen lernen so spielerisch Wildwitterung kennen. Auch werden jetzt die Welpen im Beisein der Mutter ans Wasser gewöhnt

Die Welpen werden im Alter von 2 Wochen, 4 Wochen, 6 Wochen, 7,5 Wochen entwurmt und in der 8 Woche gegen Staupe, Hepatitis, Parvovirose, Leptospirose und Zwingerhusten geimpft und gechipt.

Die Abgabe erfolgt mit dem Ende der 8. Woche, der zum jeweiligen Welpen ausgestellten Ahnentafel und dem europäischen Heimtierausweis. Mit dem zukünftigen Welpenbesitzer wird ein Kaufvertrag geschlossen. 


 

Verleihung des VDH Züchterzertifikat


Der VDH und seine Mitgliedsvereine haben sich im internationalen Vergleich – seit jeher – für ein äußerst strenges Zuchtreglement entschieden. Die entsprechenden Richtlinien legen den höchsten Stellenwert auf die Gesundheit und den Tierschutz.
Bis Sie einen Welpen bei einem VDH-Züchter mit dem entsprechenden Qualitätssiegel erhalten, muss der Züchter mit seinem Hund verschiedene Prüfungs- und Kontrollebenen durchlaufen:

 

1. Ausbildung
Am Anfang steht die Qualifikation. Die angehenden Züchter müssen sich zunächst fortbilden und das Basiswissen für die Zucht von Hunden erlangen.

 

2. Abnahme der Zuchtstätte
Ein ausgebildeter Zuchtwart des Rassehundezuchtvereins (Verein Pudelpointer e.V.) kontrolliert die Zuchtstätte des Züchters. Diese muss die strengen Vorgaben der Zuchtordnung und des Tierschutzgesetzes erfüllen.

 

3. Zuchtzulassung
Bei der Zuchtzulassung prüfen Experten, ob die Hunde für die Zucht geeignet sind. Dazu werden die jagdlichen Anlagen, das Erscheinungsbild und das Verhalten und des Hundes bewertet.
Es müssen weiter entsprechende Gesundheitszeugnisse von Tierärzten vorgelegt werden.

 

4. Zuchtlenkung

Die Zuchtvereine haben Zugriff auf die Gesundheitsdaten der Hunde und prüfen, ob die Verpaarung von Rüde und Hündin zulässig ist oder die Gefahr von Erbkrankheiten besteht.

5. Wurfabnahme
Bei der Wurfabnahme prüft der Zuchtwart den Zustand der Mutterhündin und der Welpen. Dies wird in einem Protokoll dokumentiert und dem Zuchtverein vorgelegt.

 

6. Tierärztliche Versorgung
Durchgecheckt und gekennzeichnet: Die Welpen werden geimpft, entwurmt und eindeutig mittels Mikrochip gekennzeichnet.

 

7. Besuch beim Züchter
Bevor ein Züchter seinen Welpen verkauft, wird er die Welpenkäufer vorher ausgiebig nach ihren Lebensverhältnissen und den Haltungsbedingungen für den Welpen befragt haben. Ein guter Züchter interessiert sich dafür, an wen er einen Hund verkauft.

 

8. Ein neues Familienmitglied
Ein neues Familienmitglied: Mit dem Welpen beginnt ein neuer spannender Lebensabschnitt. Der VDH-Ahnennachweis gewährleistet die Durchführung strenger Wurf- und Zuchtkontrollen.

 

Hier noch drei Tipps für den zukünftigen Welpenbesitzer

 

Der erste Eindruck
Der erste Eindruck zählt – das gilt auch für eine Zuchtanlage. Das Areal sowie die Umgebung sollten einen sauberen und gepflegten Eindruck hinterlassen.

Doppelt hält besser
Ein weiterer Tipp für Interessenten ist es, den Züchter zwei- oder mehrmals zu besuchen – so lässt sich feststellen, ob ein anfangs guter Eindruck auch dauerhaft Bestand hat.

Besuch bei der Mutter
Dürfen Sie die Welpen in ihrer alltäglichen Umgebung mit dem Muttertier besuchen? Wenn ja, ist das ein gutes Zeichen – der Züchter hat nichts zu verbergen.