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Weichen für besseres Wolfsmanagement gestellt
19. Dezember 2019 (DJV) Berlin

 

Der Bundestag beschließt die Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes. Der DJV kritisiert: Ein bundesweites aktives Management fehlt weiterhin. Die Zahl der Wölfe steigt 2020 auf 1.800, Nutztierrisse nehmen zu.

 

 

 

Der Bundestag beschließt heute eine Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes, um Konflikte mit dem Wolf künftig besser lösen zu können. Erleichtert werden soll die Entnahme von Wolfshybriden und problematischen Wölfen. Künftig soll auch die Möglichkeit bestehen, aus einem auffälligen Rudel notfalls mehrere Wölfe entnehmen zu können, bis keine Nutztierrisse mehr stattfinden. Die örtlichen Jäger sollen in die Planungen mit einbezogen werden. Helmut Dammann-Tamke, Vizepräsident des Deutschen Jagdverbandes (DJV), zur Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes: „Es ist ein Schritt in die richtige Richtung, mehr nicht. Weitere werden folgen müssen.“

 

Die Bundesländer haben durch die Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes bessere Möglichkeiten, eigene Wolfsverordnungen für ein effektiveres Wolfsmanagement umzusetzen. Der niedersächsische Umweltminister Lies (SPD) hat eine solche bereits angekündigt. Weiterhin fehlt allerdings ein bundesweites Managementkonzept für den Wolf, kritisiert der DJV. 

 

Bereits im Januar hat der DJV gemeinsam mit dem Aktionsbündnis Forum Natur einen Handlungsvorschlag zum aktiven Management des Wolfes veröffentlicht. Demnach sollen beispielsweise Deiche oder urbane Gebiete in Deutschland Wolfausschlussareale werden: Territoriale Wolfsrudel wären nicht geduldet. Die Konflikte mit Wölfen in Deutschland nehmen kontinuierlich zu:  Allein die Schäden an Nutztieren sind von 2017 auf 2018 um 35 Prozent gestiegen. Nach Hochrechnungen des DJV anhand von wissenschaftlichen Zahlen leben im Frühsommer 2020 bereits 1.800 Wölfe in Deutschland - 35 Prozent mehr als dieses Jahr. Der Erhaltungszustand der Art ist nach Ansicht des DJV gesichert.

Die Konflikte nehmen mit dem kontinuierlich wachsenden Wolfsbestand in Deutschland zu: 

Allein die Schäden an Nutztieren sind von 2017 auf 2018 um 35 Prozent gestiegen. (Quelle: Rolfes/DJV


 

Nur noch 42 Kilometer: Afrikanische Schweinepest kommt immer näher
05. Dezember 2019 (dpa) Warschau

 
Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist drei Wochen nach einem Ausbruch in Westpolen noch näher an Deutschland herangerückt.

 

Der Virus sei bei einem verendeten Wildschwein in der Nähe von Nowogrod Bobrzanski nachgewiesen worden, sagte Ortsbürgermeister Pawel Mierzwiak am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Warschau. Der Ort liegt 42 Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze entfernt. «Bei einer Suchaktion westlich unserer Gemeinde haben wir noch ein weiteres totes Wildschwein gefunden. Es ist aber durch einen unsauberen Schuss verendet», sagte der Bürgermeister weiter. Der ASP-Erreger sei bei diesem Tier nicht nachgewiesen worden.

 

Auch der Deutsche Jagdverband wies auf Twitter mit Bezug auf Angaben polnischer Behörden darauf hin, dass die Seuche auf dem Vormarschnach Westen sei.  

  

Nowogrod Bobrzanski liegt im westlichen Teil der Woiwodschaft Lebus. In dieser Gegend nahe der Grenze zu Brandenburg gibt es seit Mitte November einen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest. Begonnen hatte er in der Nähe der Ortschaften Nowa Sol und Slawa - rund 80 Kilometer von der Grenze zu Deutschland entfernt. Mittlerweile wurde der Erreger bei mehreren Dutzend verendeten Wildschweinen in der Region festgestellt.

  

Am Montag hatte die Kreisstadt Zielona Gora (Grünberg) ihren Einwohnern untersagt, die umliegenden Wälder zu betreten. Laut Nachrichtenagentur PAP wurde das ASP-Virus dort bei vier toten Wildschweinen nachgewiesen. Zielona Gora liegt etwa 60 Kilometer von der Grenze zu Deutschland entfernt.

 

Nahe der Grenze zu Brandenburg gibt es seit Mitte November

einen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest. (Quelle: Rolfes/DJV


 

Ausbildung am lebenden Wild

 

Der DJV hält die Ausbildung am lebenden Tier für unverzichtbar und tierschutzkonform. Nur eine praxisgerechte Ausbildung der Jagdhunde gewährleistet eine tierschutzkonforme Jagdausübung. 

Wie diese Ausbildung durchgeführt wird, darüber können Sie sich in den nachfolgenden Filmbeiträgen selbst ein Bild machen. Wir haben die Ausbildung an der lebenden Ente, in der Schliefenanlage und im Schwarzwildgatter für Sie dokumentiert. 

Tierschutz ist aus der Sicht des DJV nicht teilbar. Daher müssen sowohl für die Niederwild-, Bau-, und Drückjagd brauchbare Hunde zur Verfügung stehen.

Warum soll die Ausbildung im Schwarzwildgatter legitim sein und in der Schliefenanlage oder der lebenden Ente nicht? Nur weil Schwarzwild in der Landwirtschaft und in den Vorgärten großen Schaden anrichten kann? Was ist mit den Auswirkungen hoher Fuchsbestände auch auf seltene Arten? Zu einer effektiven Fuchsbejagung gehört neben der Fangjagd, der Ansitz- und Drückjagd, ganz klar die Baujagd. 


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