DJV 


 

Heiliger Begründer der nachhaltigen Jagd

02. November 2017 (DJV) Berlin

Jägerinnen und Jäger gedenken ihrem Schutzpatron, dem heiligen Hubertus. Dieser gilt als Begründer der Waidgerechtigkeit, die auch heutzutage noch für die Jagd gilt.

Hubertus von Lüttich gilt als Schutzheiliger für Jäger, Hunde, Natur und Umwelt und lebte von 655 bis 727 nach Christus. Im Gedenken an den Heiligen begehen viele Jägerinnen und Jäger am 3. November den Hubertustag in Deutschland und anderen europäischen Ländern. Der Legende nach war Hubertus zunächst kein Vorbild für die Jägerschaft: Nach dem Tod seiner Frau ging er einem zügellosen Leben in den Wäldern der Ardennen nach und übte die Jagd rücksichtslos aus. Als er an einem Karfreitag einen Hirsch erlegen wollte, flammte plötzlich ein Kreuz zwischen dessem Geweih auf. Vor Ehrfurcht sank Hubertus auf die Knie und gelobte Besserung. Deshalb gilt der heilige Hubertus laut Deutschem Jagdverband (DJV) als Begründer einer nachhaltigen und weidgerechten Jagd. 

Hubertus widmete in der Folge sein Leben der Kirche. Er stieg zum Bischof von Lüttich auf und wurde nach seinem Tod heiliggesprochen. Ganz nach dem Vorbild von Sankt Hubertus beweisen die Jägerinnen und Jäger ihr Engagement für den Naturschutz durch die private Finanzierung von Arten- und Biotopschutzprojekten. Laut aktueller DJV-Umfrage finanzieren sie jedes Jahr aus eigener Tasche Naturschutzprojekte im Wert von 82 Millionen Euro. Zusätzlich dazu helfen sie bei der Seuchenbekämpfung sowie bei weiteren ehrenamtlichen und sozialen Dienstleistungen.


 

DJV weist NABU-Vorwürfe über illegal getötete Vögel zurück

27. Oktober 2017 (DJV) Berlin 

Nach Angaben des Naturschutzbundes (NABU) werden in Deutschland „bis zu 146.000 Vögel“ illegal getötet. Diese Zahl entbehrt jedoch jeglicher nachvollziehbarer und belastbarer Grundlage. Dies hat der Deutsche Jagdverband bereits im Vorfeld der Veröffentlichung kritisiert.

Eine kürzlich veröffentlichte Studie der Vogelschutzorganisation BirdLife International geht von 146.000 illegal getötete Vögel in Deutschland pro Jahr aus. Als nationaler Partner von BirdlLife hatte der NABU den Datensatz für Deutschland erarbeitet. Hauptgrund der Tötung: illegale Jagd. Daraus abgeleitet fordert der NABU ein verbessertes staatliches Monitoring illegaler Verfolgung und die Einrichtung von auf Artenschutzkriminalität spezialisierten Anlaufstellen für Polizei, Staatsanwaltschaften und Gerichte. 

Zu der Entwurffassung hatte der DJV bereits im Frühjahr des Jahres über seine europäische Organisation FACE kritisch Stellung bezogen und insbesondere die spärliche Datengrundlage aus Deutschland bemängelt: sie sei einerseits nur schwer nachvollziehbar, andererseits beruhe sie im Wesentlichen auf Einschätzungen bzw. Hochrechnungen von Einzelfällen. Damit seien die Angaben höchst spekulativ und unseriös. 

Einen besonders krassen Fall unzulässiger Hochrechnung angeblich illegal getöteter geschützter Arten auf das Bundesgebiet konnte der DJV in Zusammenarbeit mit der Wildforschungsstelle Baden-Württemberg herausarbeiten. So wurden im Jahr 2000 auf drei Jagden am Rohrsee in Baden-Württemberg 13 Wasservögel erlegt, darunter 2 Schnatterenten (keine Jagdzeit) und 1 Reiherente (Schonzeitvergehen). Diese Fehlabschüsse gingen auf das Konto nur eines einzelnen Schützen zurück, der auch zur Rechenschaft gezogen wurde. Mit dem Sachverhalt konfrontiert, gab der zuständige Mitarbeiter im NABU zu, dass die Datenlage für seine Schätzung von bis zu 20 Prozent illegaler Abschüsse „sehr dünn“ sei und „bisher nur Hinweise und keine handfesten Nachweise“ vorlägen. 

Der DJV kritisiert überdies auch das grundsätzliche Vorgehen bei der Erarbeitung der Studie: Warum wurden keine unabhängigen Wissenschaftler damit beauftragt? Wie kann es sein, dass der Datensatz für Deutschland von einer Einzelperson eines Interessenverbandes (NABU) erarbeitet wurde?

Erfahrungen der Jäger zeigen, so Wolfgang Heins, zuständiges Präsidiumsmitglied im DJV, dass geschützte Arten an durchschnittlichen Gewässern, an denen eine Bejagung erlaubt ist, in aller Regel selten vorkommen. Fehlabschüsse sind nicht gänzlich auszuschließen, seien jedoch die absolute Ausnahme.

Der DJV verweist explizit auf die Regelungen in der Bundesjagdzeiten-VO: Um eine Verwechslungsgefahr gerade auch bei der Bejagung von Wasservögeln zu vermeiden, hat der Gesetzgeber in Deutschland über § 1, Abs. 3 der Bundesjagdzeiten-VO den Jägern das vorherige, genaue Ansprechen der Arten auferlegt: „Die in Abs. 1 festgesetzten Jagdzeiten umfassen nur solche Zeiträume einschließlich Tageszeiten, in denen nach den örtlich gegebenen äußeren Umständen für einen Jäger die Gefahr der Verwechslung nicht besteht.“ Auf die Pflicht des artengenauen Ansprechens weist der DJV seit vielen Jahren ausdrücklich auch in seiner Empfehlung zur „guten fachlichen Praxis“ bei der Jagd auf Wildgänse hin.

Letztendlich bleibt mit der Studie auch völlig unberücksichtigt, ob die Aktivitäten aus populationsökologischer Sicht überhaupt einen Einfluss auf die entsprechenden Populationen haben. Der DJV bewertet die BirdLife-Studie als wissenschaftlich unzulässig und absolut unseriös.


Jagdsaison Herbst: Sicherheit an erster Stelle

24. Oktober 2017 (DJV) Berlin
Der Herbst läutet die Zeit der jagdlichen Ernte ein. Dabei wird Sicherheit groß geschrieben. Der DJV macht auf die Besonderheiten aufmerksam, die mit Bewegungsjagden verbunden sind.

Wenn sich die Blätter bunt färben, beginnt die Hauptjagdzeit auf Rehe, Hirsche und Wildschweine. In vielen Revieren finden sogenannte Treib- und Drückjagden statt. Allgemein gilt: Sicherheit geht vor Jagderfolg. Wann und wo Bewegungsjagden stattfinden, kennzeichnen zum Beispiel Hinweisschilder oder Absperrbänder. In diesen ausgewiesenen Jagdgebieten kann es vermehrt vorkommen, dass Jagdhunde und Wildtiere unvermittelt die Fahrbahn kreuzen. Deshalb bittet der Deutsche Jagdverband (DJV) Waldbesucher und Verkehrsteilnehmer um erhöhte Aufmerksamkeit und eine angepasste Geschwindigkeit.
 

Damit keine Jagdteilnehmer oder Unbeteiligte gefährdet werden, gelten vor Ort strenge Regeln. So ist beispielsweise für Jäger und Treiber das Tragen von Signalkleidung Pflicht. Ferner darf nur geschossen werden, wenn ausreichender „Kugelfang” vorhanden ist.

Jäger gehen bei Bewegungsjagden gemeinsam mit Treibern und Hunden auf die Jagd. Ziel ist einen artenreichen und gesunden Wildbestand zu erhalten und Schäden in Wald und Feld zu verringern. Wildfleisch ist außerdem ein ökologisch wertvolles Lebensmittel.

Die eigentliche Vorbereitung beginnt lange vor der Jagd. Hohe Standards bei der Ausbildung gewährleisten zum einen eine tierschutzgerechte Jagdausübung. Zum anderen trainieren Jäger regelmäßig ihre Fertigkeiten auf dem Schießstand. „Wir haben schließlich eine Verantwortung gegenüber unseren Wildtieren”, sagt DJV-Präsidiumsmitglied Dr. Hans-Heinrich Jordan.


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